Glossar

Begriffsdefinitionen für die AGOF Studien

AGOF Arbeitsgemeinschaft Online Forschung

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

A

AdFraud

Ad Fraud ist ein Sammelbegriff für verschiedene Arten unlauterer oder illegaler Manipulationen von Online-Werbemaßnahmen mit dem Ziel, einen wirtschaftlichen Vorteil zu erlangen. Die häufigsten Arten von Ad Fraud sind Click-Fraud, Impression-Fraud, Illegal Bots (infizierte Rechner), Bots (eigenständige Rechner), Botnet (vernetzte Rechner), Pixel-Stuffing (mehrere versteckte Werbemittel) und Ad Stacking (übereinanderliegende Werbemittel). nach oben

 

Adressable TV (ATV)

Adressable TV verbindet lineares Fernsehen mit digitaler Werbung und ist ein Überbegriff für nach Zielgruppen ausgesteuerte, digitale Fernsehwerbung. Ist ein TV-Gerät mit dem Internet verbunden (-> Smart TV, -> Internet Protocol Television (IPTV)) können unabhängig vom linearen Programm je nach Zuschauer unterschiedliche Motive oder Kampagnen ausgeliefert werden. Anders als bei der One-to-Many-Kommunikation der klassischen TV-Werbung können potenzielle Kunden zielgerichtet angesprochen werden. nach oben

 

agma (Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V.)

Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V. (agma) ist ein Forschungsverbund von mehr als 210 der bedeutendsten Unternehmen der deutschen Werbe- und Medienwirtschaft mit dem Ziel, Leistungswerte für die Nutzung von Werbeträgern zur Verfügung zu stellen. Als Joint Industry Committee (JIC) betreibt sie syndikalisierte Forschung unter Einbeziehung aller Marktpartner, der Verkäufer (Medien), der Mittler (Agenturen) und der Käufer (Werbungtreibende) von Medialeistung. Gegründet 1954 zur Erforschung der Lesegewohnheiten der Deutschen umfasst das Forschungsspektrum der agma heute neben Print auch die Gattungen Radio/Audio, Fernsehen, Kino, Plakat und – gemeinsam mit der AGOF – Internet. Die Daten werden in der Media-Analyse (ma) veröffentlicht. nach oben

 

Angebot

Als Angebot wird eine Einheit von zusammengehörigen Internetseiten bezeichnet. Dabei wird als Seite bezeichnet, was durch den Browser oder die App des Nutzers angezeigt wird. Die AGOF unterscheidet zwischen Website Angeboten, MEW Angeboten und App Angeboten, die wiederum zu Gesamtangeboten zusammengesetzt werden. Da Werbeträger im Internet sowohl ganze Angebote sein können, als auch einzeln buchbare Bestandteile und Kombinationen, weist die AGOF daily digital facts Leistungswerte nicht nur für Angebote, sondern auch für Belegungseinheiten und Kombinationen aus. nach oben

 

Angebotskennung

Die Angebotskennung ist im Messsystem der AGOF (SZM) eine eindeutige ID für eine Website Angebot, ein MEW Angebot oder eine App. nach oben

 

App (Applikation)

Apps sind Anwendungsprogramme für Smartphones, Tablets und Computer, die den Funktionsumfang des jeweiligen Gerätes erweitern. Seit der Einführung von Smartphones und den zugehörigen App Stores wird der Begriff App vor allem mit Applikationen für mobile Endgeräte gleichgesetzt. Werbung führende Apps werden als App Angebote (-> Angebot) bei der AGOF angemeldet und erhalten eine eigene Angebotskennung. nach oben

 

B

b4p (best for planning)

Die best for planning (b4p) ist eine Markt-Media-Studie, die seit 2013 von der Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GIK) herausgegeben wird. Die Gesellschaft ist ein Zusammenschluss der vier Verlagshäuser Axel Springer, Bauer Media Group, Gruner + Jahr und Hubert Burda Media. Sie fasst die ehemaligen Studien der Verlage wie Typologie der Wünsche (TdW) und Verbraucher-Analyse (VA) zusammen und hat das Ziel, eine große Anzahl an Zielgruppen für die Mediaplanung in den Sektoren Konsum- und Besitzgüter sowie Dienstleistungen abbildbar zu machen und alle werberelevanten Märkte abzudecken. nach oben

 

Basis

Die Basis gibt an, ob eine Auswertung, Tabelle oder Grafik auf der Grundgesamtheit oder einem Teil der Grundgesamtheit (Zielgruppe) einer Studie beruht. So werden bei Auswertungen aus der daily digital facts häufig die Internetnutzer als Basis gewählt. nach oben

 

Brutto-Reichweite

Die Brutto-Reichweite, auch Brutto-Kontakt-Summe genannt, bezeichnet die Summe der durch ein Angebot, eine Belegungseinheit oder eine Kombination erzielten Kontakte (-> Kontakt) in der betrachteten Zielgruppe im Auswertungszeitraum. Die Brutto-Reichweite wird in absoluten Werten (Millionen, Tausend) oder Prozent (-> GRP) ausgewiesen. Bei Mehrfachbelegung eines Mediums oder mehrerer Medien werden die einzelnen Reichweiten ohne Berücksichtigung interner und externer -> Überschneidungen addiert. Bei der Brutto-Reichweite bleibt somit unberücksichtigt, ob immer wieder dieselben oder unterschiedliche Personen Kontakt mit dem Angebot oder der Kampagne hatten. Die in der AGOF daily digital facts ausgewiesene Brutto-Reichweite basiert auf sogenannten qualifizierten Kontakten. Hierbei werden nur Kontakte mit einer Mindestdauer von einer Sekunde berücksichtigt. nach oben

 

BVDW (Bundesverband Digitale Wirtschaft e.V.)

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. ist die zentrale Interessenvertretung für Unternehmen, die digitale Geschäftsmodelle betreiben oder deren Wertschöpfung auf dem Einsatz digitaler Technologien beruht. Er umfasst Mitgliedsunternehmen aus allen Segmenten der Digitalen Wirtschaft. Damit ist er interdisziplinär verankert und hat einen ganzheitlichen Blick auf die Themen der Branche. Der BVDW hat es sich zur Aufgabe gemacht, Effizienz und Nutzen digitaler Angebote – Inhalte, Dienste und Technologien – transparent zu machen und so deren Einsatz in der Gesamtwirtschaft, Gesellschaft und Administration zu fördern. Er ist kompetenter Ansprechpartner zu aktuellen Themen und Entwicklungen der Digitalbranche in Deutschland, unterstützt und gestaltet die Entwicklung der Branche und bündelt führendes Digital-Know-how in den Bereichen Marktentwicklung, Marktaufklärung und Marktregulierung. Als Zentralorgan der Digitalen Wirtschaft sorgt er außerdem mit Standards und verbindlichen Richtlinien für Markttransparenz und Angebotsgüte. nach oben

 

BVM (Berufsverband Deutscher Markt- und Sozialforscher e.V.)

Mit seinen rund 1.500 Mitgliedern ist der BVM Berufsverband Deutscher Markt- und Sozialforscher e.V. die wichtigste Interessenvertretung der Markt- und Sozialforscher in Deutschland. Als Sprachrohr der Branche wirbt er für Vertrauen und Akzeptanz und verdeutlicht den Nutzen der Markt- und Sozialforschung gegenüber Auftraggebern, Befragten, Politik, Medien und Öffentlichkeit. Der BVM setzt Maßstäbe, indem er – zusammen mit den anderen Verbänden der Markt- und Sozialforschung – die Qualitätsstandards der deutschen Markt- und Sozialforschung entwickelt, bewertet und festlegt. Er sorgt so für verlässliche Interpretationen und Ergebnisse. nach oben

 

C

CATI – Computer Assisted Telephone Interview

CATI ist eine computergestützte Form der Telefonbefragung, die den Befragungs- und Auswertungsaufwand erheblich reduziert. Von der Verwaltung der anzurufenden Telefonnummern über die Umsetzung des Fragebogens bis zur Eingabe der Antworten des Befragten in den Computer wird der gesamte Interviewablauf interaktiv gesteuert. In der Regel werden dabei heute über das Dual-Frame-Verfahren sowohl Festnetz- als auch Mobilfunk-Nummern angerufen, so dass auch Personen beziehungsweise Haushalte erreicht werden, die über keinen Festnetzanschluss verfügen. Eine bevölkerungsrepräsentative CATI-Befragung ist Bestandteil des Multi-Methodenmodells der AGOF daily digital facts. nach oben

 

Client

Ein Client ist ein Computerprogramm, das auf dem Endgerät eines Nutzers ausgeführt wird, in der Regel, um sich mit anderen Geräten bzw. Servern in Verbindung zu setzen und bestimmte Services zu nutzen. Beispiele sind Browser, die von einem Webserver Daten abfragen und diese dann darstellen. Im Kontext der AGOF Studien bezeichnet der Begriff Client Anwendungen, deren Internetnutzung im Rahmen der technischen Messung mit Hilfe von Cookies und Zähltags (SZM-Tag) und in Größen wie Page Impressions gemessen wird. nach oben

 

Connected TV (CTV)

Mit dem Begriff Connected TV werden Fernsehgeräte bezeichnet, mit denen auf das Internet zugegriffen werden kann. Damit umfasst der Begriff zum einen -> Smart TV-Geräte mit eingebautem Internetzugang und zum anderen Fernseher, die ihre Internet-Fähigkeit über die Verbindung mit Peripherie-Geräten wie Digital Receiver, Media Dongles (Google Cast, Fire TV, Apple TV) oder Set Top Boxen erlangen. Daraus abgeleitet wird der Begriff Connected TV gleichzeitig als Gattungsbegriff für Medienangebote verwendet, die für diese Geräte optimiert sind und entsprechende Werbemöglichkeiten bieten. nach oben

 

D

daily digital facts

Die Markt-Media-Studie daily digital facts der AGOF liefert seit April 2017 täglich Daten zur Internetnutzung und zum E-Commerce in Deutschland sowie Reichweiten und Nutzerstrukturen digitaler Werbeträger. Die Daten umfassen sowohl stationäre als auch mobile Angebote, deren Leistungswerte überschneidungsfrei ausgewiesen werden. Insgesamt nehmen über 1.000 Angebote an der Studie teil. Die daily digital facts ist eine Weiterentwicklung der bisherigen digital facts. Grundlage der daily digital facts ist auch weiterhin das in der Vorgängerstudie bewährte Multi-Methodenmodell, das entsprechend optimiert wurde. Basis des Verfahrens sind die technische Messung aller teilnehmenden Angebote, eine OnSite- bzw. InApp-Befragung sowie eine telefonische Basisbefragung als repräsentative Außenvorgabe. Mit Hilfe dieser Daten werden die technischen Clients aus der Messung mit soziodemografischen Informationen angereichert und zu Usern verbunden. Diese User stellen ein virtuelles Panel dar, anhand dessen eine tägliche Datenverarbeitung und -ausweisung möglich ist. nach oben

 

Data Mining

Data Mining ist die Analyse großer Datenbestände mittels statistischer und mathematischer Verfahren mit dem Ziel, Strukturen und Zusammenhänge zu entdecken. Das Multi-Methodenmodell der AGOF daily digital facts setzt Data Mining ein, um mit den Daten aus der technischen Messung und der OnSite-Befragung die qualifizierten Clients in Multi-User-, Multi-Client- und Single-User-Profile zu trennen. nach oben

 

Demand-Side-Plattformen (DSP)

Demand-Side-Plattformen (DSP) übernehmen im -> Programmatic Advertising automatisiert den Einkauf von Werbekontakten und die Aussteuerung von Werbeschaltungen. Dabei bewerten sie Werbeplätze auf Basis von Daten und historischen Werten, die aus den mitgelieferten oder selbst erhobenen Informationen vorliegen. nach oben

 

digital facts

Die Markt-Media-Studie AGOF digital facts ist zwischen August 2015 und April 2017 jeden Monat erschienen und hat dem Online-Werbemarkt Reichweiten und Strukturdaten digitaler Werbeträger zur Verfügung gestellt. Sie hat Daten zu am Desktopcomputer oder Laptop genutzten Webseiten (stationäre Webseiten) gemeinsam mit Daten zu Apps und zu mobile enabled Websites (MEW‘s) erhoben und ausgewiesen. Damit waren erstmals nicht nur die einzelnen Medien sondern auch die Überschneidungen zwischen stationären und mobilen Werbeträgern auswertbar. Wie ihre Vorgängerstudien -> internet facts und -> mobile facts, umfasste die digital facts jeweils einen Berichtszeitraum von drei Monaten und hat die Reichweiten auf Basis unterschiedlicher fester Zeiträume wie „durchschnittlicher Monat“, „Einzelmonat“, „durchschnittliche Woche“ und „durchschnittlicher Tag“ dargestellt. Die digital facts ist im Sommer 2017 von der daily digital facts abgelöst worden. nach oben

 

Display Advertising

Display Advertising ist Online-Werbung mittels grafischer Werbemittel, bei denen neben Text auch Elemente wie Animationen, Bilder oder Videos eingesetzt werden können. Bei den Werbemitteln (Display Ads) unterscheidet man in -> In-Stream Video Ads, In-Page Ads und -> Tandem Ads. Innerhalb dieser Kategorien gibt es weitere Differenzierungen. Bei den In-Stream Video Ads werden Lineare Video Ads und Non-Lineare Videos unterschieden. Die Gruppen im Bereich In Page Ads sind: -> Standardwerbeformen, -> Premium Ad Package, -> Sonderwerbeformen und -> In-Text.

Basis für die Abrechnung der Werbeleistung können Tausendkontaktpreis (TKP), Festpreise, CPC oder CPA sein. Für die Planung von Display Ads stehen dem Markt über die AGOF Markt-Media-Studie daily digital facts Reichweitendaten auf der Basis von Unique Usern zur Verfügung. nach oben

 

E

Einzelangebot

Als Einzelangebote werden die Phone App und Tablet App Versionen für einzelne Plattformen bezeichnet (beispielsweise iOS, Android, Windows). Zur Teilnahme an der daily digital facts werden sie separat bei der AGOF angemeldet und erhalten eine eigene Angebotskennung. nach oben

 

F

FOMA (Fachkreis Online-Mediaagenturen)

Der Fachkreis Online-Mediaagenturen (FOMA) ist die Interessenvertretung der deutschen Online-Mediaagenturen. Die FOMA dient dem Austausch zu aktuellen Branchenthemen und der Harmonisierung von Prozessen im Zusammenspiel mit den Online Medienanbietern. Außerdem setzt sie Initiativen zum Gattungsmarketing und zur Aus- und Weiterbildung um. Sie ist Impulsgeber für die weitere Entwicklung des Mediums als Werbeträger. Darüber hinaus repräsentiert die FOMA die Interessen der Abnehmer digitaler Medialeistung in allen relevanten Branchengremien wie der -> agma, der AGOF und der -> IVW. Seit Januar 2018 hat sie außerdem gemeinsam mit der -> OMG einen Sitz im Vorstand der AGOF. nach oben

 

Fusion

Die Fusion ist ein statistisches Verfahren zur Übertragung der Merkmale von Befragten einer Stichprobe in eine andere Stichprobe. Sie hat das Ziel, unterschiedliche Merkmale aus unabhängig erhobenen Datensätzen miteinander zu verbinden und auswertbar zu machen. Voraussetzung ist, dass in den zu fusionierenden Datensätzen ein Bestand an gemeinsamen Merkmalen vorliegt, deren Korrelationen mit den unterschiedlichen Merkmalen im jeweiligen Datensatz als Bindeglieder fungieren. Für die AGOF daily digital facts werden der auf der technischen Messung, den Online-Befragungen und der Panel-Erhebung basierende Datensatz mit der telefonischen Basisbefragung fusioniert. nach oben

 

G

Grundgesamtheit

Als Grundgesamtheit bezeichnet man die Gesamtmenge an empirischen Einheiten, die mit einer Untersuchung repräsentiert werden soll, also beispielsweise eine bestimmte Bevölkerungsgruppe oder alle privaten Haushalte in Deutschland. Die Grundgesamtheit der AGOF daily digital facts ist die deutschsprachige Wohnbevölkerung ab ab 16 Jahren in Deutschland. nach oben

 

H

Hochrechnung

Die Hochrechnung ist der rechnerische Vorgang zur Projektion der Stichprobenergebnisse auf die Grundgesamtheit. Dazu werden die Ergebnisse der Stichprobe mit einem Hochrechnungsfaktor multipliziert. Der Hochrechnungsfaktor entspricht dabei der Relation der Zahl der Personen in der Grundgesamtheit zur Anzahl der gewichteten Fälle der Stichprobe. nach oben

 

HbbTV (Hybrid broadcast broadband TV)

Hybrid broadcast broadband (HbbTV) ist ein internationaler technischer Standard, der interaktive TV-Dienste ermöglicht, die das lineare Fernsehprogramm ergänzen. Es verknüpft also Rundfunk- und Internetinhalte. Die zusätzlichen Inhalte können ergänzende Informationen und Services des Programmanbieters sein (z.B. Digitaler Videotext, Digitaltext, Mediathek), die als HTML5 Webseite oder als über einen AdServer ausgespielte Werbeformate geliefert werden. Daten mit geringem Umfang können auch gemeinsam mit dem TV-Signal ausgestrahlt werden. Die Aktivierung erfolgt über die rote Taste (RedButton) auf der Fernbedienung, entsprechend machen Programmanbieter oft mit einem roten Symbol auf dem Bildschirm auf HbbTV-Angebote aufmerksam. HbbTV ist als offizieller Standard geräte- und plattformunabhängig, kann also auf allen internetfähigen TV-Geräten genutzt werden. nach oben

 

I

In-Page Video Ad

In-Page Video Ads sind die älteste Form der Online-Videowerbung. Hier werden Standard- und Sonderwerbeformen mit Streaming-Inhalten versehen. In-Page Video Ads können auch Spots sein, die auf den Content-Flächen der jeweiligen Website starten, ohne dass weiterer Video Content folgt. nach oben

 

IP-Adresse

IP steht für Internet Protocol. Eine IP-Adresse ist eine Adresse in Computernetzen wie dem Internet, die auf dem Internetprotokoll basieren. Jedem Gerät, das mit dem Internet verbunden ist, wird eine IP-Adresse zugeordnet, anhand derer es im Netz adressiert werden kann. Es gibt dynamische IP-Adressen, die einem Gerät bei der Einwahl ins Internet zugeordnet werden, und feste, die an Geräte oder Server mit einer Standleitung vergeben werden. Webserver verfügen in der Regel über feste IP-Adressen, die das nummerische Gegenstück zum Domainnamen (-> Domain) darstellen. Erst mit diesen Adressen wird es möglich, Verbindungen zwischen verschiedenen Geräten herzustellen und Daten von einem zum anderen zu transportieren. Die bekannteste Notation der heute geläufigen IPv4-Adressen besteht aus vier Zahlen, die Werte von 0 bis 255 annehmen können und mit einem Punkt getrennt werden, beispielsweise 127.0.0.1. Technisch gesehen ist die Adresse eine 32-stellige (IPv4) oder 128-stellige (IPv6) Binärzahl. Da IPv6 eine deutlich größere Zahl möglicher Adressen bietet, ist davon auszugehen, dass es die Version 4 des Internet Protocols (IPv4) innerhalb der nächsten Jahre ablösen wird. nach oben

 

J

 

K

Kampagnenkontrolle

Kampagnenkontrollen werden zur Leistungskontrolle einer Kampagne erstellt. Hierbei wird überprüft, wie weit die Prognose mit der Realität der Buchung übereinstimmt. Überprüfbare -> Leistungswerte können u.a. sein: Affinität, TKP, Cost per GRP, Durchschnittskontakte, Netto-Reichweite oder Kontaktsumme. Für Online-Kampagnen werden in der Regel Reportings über die Auslieferung der Kampagne erstellt und auch zur Optimierung der Kampagnen innerhalb der Laufzeit genutzt. Dabei werden bei Online-Kampagnen zusätzliche Kennziffern wie -> Viewability und -> AdFraud ausgewertet. nach oben

 

Kontakte pro Zeitklassen

-> Zeitklassenauswertung nach oben

 

L

Leistungswert

Um das Leistungspotenzial einzelner Werbeträger oder unterschiedlicher Mediapläne zu vergleichen, werden Kennzahlen wie -> Netto-Reichweite, -> Affinitätsindex, -> Durchschnittskontakt oder -> Tausend-Kontakt-Preis (TKP) herangezogen. Diese Kennzahlen werden als Leistungswerte bezeichnet. Mit dem AGOF Auswertungs- und Planungsprogramm TOP modular können Werbeträger und Mediapläne anhand der folgenden Kennziffern verglichen werden: Netto-Reichweite, Brutto-Reichweite, Durchschnittskontakte, GRP, TKP, Cost per GRP, Affinitätsindex. nach oben

 

Library

Eine Library (dt. Bibliothek, hier „Programmbibliothek“) enthält eine Sammlung von Programmcodes und stellt sie zur Entwicklung oder Ausführung anderer Programme zur Verfügung. So kann eine Library beispielsweise Codes und Daten enthalten, durch die Informationen an andere davon unabhängige Programme und Anwendungen übertragen werden können. In der AGOF daily digital facts wird eine Library (SZM-Library) für die technische Messung der Nutzung von Apps eingesetzt. nach oben

 

M

ma Intermedia PLuS

In der ma Intermedia PLuS werden die Daten der medienindividuellen ma-Erhebungstranchen (-> agma) und des AGF‐Fernsehforschungspanels gleichberechtigt in einer gemeinsamen Datei zusammengeführt. In dieser Datei sind Kontaktchancen für Pressemedien (Zeitschriften, Tageszeitungen), Kino, Radio / Audio, TV, Internet und Plakat auswertbar. Die ma Intermedia PLuS ermöglicht somit den crossmedialen Vergleich einzelner Werbeträger unterschiedlicher Mediengattungen sowie die Auswertung der jeweiligen Ergänzungen innerhalb einer Media-Kampagne. nach oben

 

ma Internet

Die ma Internet wird von der -> agma veröffentlicht und beinhaltet die Ergebnisse der mit der AGOF durchgeführten Reichweiten-Erhebung für stationäre und mobile Werbeträger. Unter dem Namen „ma Online“ ist sie im Juni 2009 mit Informationen zu stationären Angeboten erstmals erschienen. Mit Einführung der AGOF Studie digital facts im August 2015 wurden die mobilen Reichweiten ergänzt und die Studie wurde in ma Internet umbenannt. Die methodische Grundlage der ma Internet ist ein Multi-Methodenmodell, bestehend aus einer technischen Messung der Nutzung aller teilnehmenden Angebote, einer OnSite- bzw. InApp-Befragung sowie einer bevölkerungsrepräsentativen Telefonbefragung. nach oben

 

Markt-Media-Analyse

Als Markt-Media-Analyse werden Studien bezeichnet, die Informationen über das Konsumverhalten und die Mediennutzung der Bevölkerung oder einzelner Bevölkerungsgruppen erheben wie z.B. die AWA, die AGOF daily digital facts, die -> b4p und die -> VuMA Touchpoints. nach oben

 

Medienstrukturanalyse

Die Medienstrukturanalyse ist eine Auswertungsart im AGOF Planungs- und Auswertungsprogramm TOP modular und dient insbesondere dazu, Strukturen und Reichweiten mehrerer Medien zu vergleichen. Bei ihr stehen die Medien im Tabellenkopf und die Zielgruppen(-merkmale) in der Vorspalte (Struktur). nach oben

 

MEW (Mobile-enabled Website)

Mobile-enabled Websites (MEW‘s) sind Webseiten, die in Layout, Technologie und Usability für eine Darstellung auf mobilen Endgeräten insbesondere Smartphones optimiert sind. Das zugreifende Gerät kann automatisch erkannt und mobile Geräte auf die mobile Version der Webseite umgeleitet werden. Auf dem Bildschirm wird dann nicht die herkömmliche Webseite (http://www.) angezeigt, sondern die mobiloptimierte Variante (http://mobile. oder http//m.). MEW‘s werden als MEW Angebote (-> Angebot) bei der AGOF angemeldet und erhalten eine eigene Angebotskennung. nach oben

 

Mobile-enabled Website (MEW)

-> MEW nach oben

 

Multi-User-Client

Als Multi-User-Clients werden im AGOF Multi-Methodenmodell die -> Clients bezeichnet, die von mehreren Personen genutzt werden. Ein Beispiel hierfür ist die Nutzung eines Computers durch mehrere Personen eines Haushaltes. nach oben

 

N

 

O

OMG (Organisation der Mediaagenturen e.V.)

Die OMG ist der Verband der Mediaagenturen in Deutschland. Ziel ist es, die Aufgaben und Herausforderungen der Mitglieder als Partner und Berater der werbungtreibenden Unternehmen zu repräsentieren und zu reflektieren. Mit ihren derzeit 22 Mitgliedern deckt die Organisation den Markt der Mediaagenturen fast zu 100 Prozent ab (Basis: RECMA). Die OMG vertritt die Interessen der Mediaagenturen bei marktübergreifenden Themen wie der Evolution der Medienlandschaft und -nutzung sowie im Rahmen der Gremienarbeit zur Erhebung von Medianutzung und deren Ausweisung. Seit Januar 2018 hat die OMG gemeinsam mit der -> FOMA einen Sitz im Vorstand der AGOF. nach oben

 

OnSite-Befragung

Die OnSite-Befragung ist eine Form der Online-Befragung, bei der die Befragten direkt auf den an der Studie teilnehmenden Webseiten rekrutiert werden. Es werden also die tatsächlichen Nutzer der Angebote befragt. Im Falle der AGOF daily digital facts wird regelmäßig eine Zufallsstichprobe aus dem Pool der qualifizierten Clients gezogen und zur Befragung eingeladen. Die Nutzer haben die Wahl, ob sie sofort, später oder überhaupt nicht an der Befragung teilnehmen wollen. nach oben

 

OVK (Online-Vermarkterkreis)

Der Online-Vermarkterkreis (OVK) ist die Interessenvertretung der Online-Vermarkter im deutschen Werbemarkt. Seinen Mitgliedern bietet der OVK die Möglichkeit, sich untereinander zu aktuellen Branchenthemen auszutauschen. Im Zusammenspiel mit den Online-Mediaagenturen verantwortet er die Standardisierung von Prozessen und Formaten sowie qualitätssichernde Maßnahmen für die gesamte Online-Marketing-Branche. Ziel des OVK ist die Erhöhung von Markttransparenz und Planungssicherheit. Darüber hinaus engagiert sich der OVK in nationalen wie internationalen Gremien der Werbewirtschaft: Auf nationaler Ebene ist er Fördermitglied der AGOF und Mitglied in der -> IVW. Als einer der Gesellschafter der INFOnline GmbH vertritt er die Interessen der Online-Vermarkter bei der standardisierten Nutzungsmessung in Deutschland. International agiert der OVK als deutsche Vertretung des IAB Europe. nach oben

 

OWM (Organisation Werbungtreibende im Markenverband)

Mission der OWM ist es, die Interessen der Werbung treibenden Unternehmen in allen relevanten Themen der Marketingkommunikation zu vertreten. Sie tritt ein für die Freiheit der Kommunikation, transparente Geschäftsbeziehungen zwischen Marktpartnern sowie einen fairen Leistungswettbewerb in freien Werbemärkten. Sie setzt sich für Rahmenbedingungen ein, die es ihren Mitgliedsunternehmen erlauben, Kommunikationsmaßnahmen so effizient und effektiv wie möglich durchführen zu können. Dabei versteht sich die OWM als Vordenker, Vorreiter und Vernetzer für erfolgreichere Marketingkommunikation. Sie bietet Entlastung und Orientierung mit einer Vielzahl von Angeboten, setzt sich für bessere Rahmenbedingungen in der Medienpolitik ein und schafft Plattformen zum Austausch. Seit Januar 2018 hat die OWM einen eigenen Sitz im Vorstand der AGOF. nach oben

 

P

Page Impression (PI)

Eine Page Impression ist ein Seitenzugriff. Sie ist definiert als eine Nutzeraktion innerhalb eines Angebots, die zum Aufruf eines Werbemittels führt oder führen könnte. Für die daily digital facts gilt die PI als Maß für den Kontakt eines Nutzers mit einer Webseite, einer MEW oder einer App. Gemessen werden PI‘s im Auftrag der AGOF und der IVW vom Messsystem -> SZMnG. Gemäß der IVW-Definition müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein, damit eine PI gezählt und einem bestimmten Angebot zugeordnet werden kann: Die Seite muss den FQDN (Fully Qualified Domain Name) des Angebots tragen. Die Seite muss in Look and Feel oder durch eine eindeutige und offensichtliche optische Kennung zum Angebot gehören. Jeder Seitenaufruf darf nur einmal gezählt werden. Der Aufruf der Seite muss nutzerinduziert sein. Als nutzerinduziert ist dabei jede Aktion eines Nutzers zu verstehen, die darauf ausgerichtet ist, eine Seite anzufordern mit der Erwartung, eine wesentliche Veränderung des Seiteninhalts zu bewirken. nach oben

 

Private Marketplace (PMP)

Private Marketplaces (PMP) oder Private Exchanges bieten den Publishern / Vermarktern beim -> Prgrammatic Advertising die Möglichkeit, ihr Inventar exklusiv an einen oder mehrere ausgewählte Werbekunden oder Agenturen zu verkaufen, während sie die volle Kontrolle über die Reichweite und die Preise behalten. Der PMP bietet somit die Möglichkeit, direkt zwischen Vermarktern und Werbekunden bzw. Agenturen verhandelte Mediakonditionen über die durch Programmatic Advertising bereitgestellte Infrastruktur auszuliefern. nach oben

 

Programmatic Advertising

Programmatic Advertising bezeichnet die automatisierte Aussteuerung einzelner Werbekontaktchancen in Echtzeit. Dabei erfolgt der gesamte Prozess – von der Beauftragung bis hin zur Leistungserfüllung zwischen Sender (z. B. SSP) und Empfänger (z. B. DSP) – innerhalb der für Programmatic Advertising bereitgestellten Technologieplattformen. Im deutschen Markt entwickelt sich ein qualitatives und übergeordnetes Verständnis für den Begriff Programmatic Advertising in Abgrenzung zum technischen Prozess des Realtime Bidding (RTB), welcher im Kern ein automatisiertes Preisfindungsverfahren zwischen Angebotsseite (SSP) und Nachfrageseite (DSP) darstellt. nach oben

 

Programmatic Buying / Programmatic Selling

Programmatic Buying (dt. automatisierter (Media)Einkauf) und Programmatic Selling (dt. automatisierter (Media)Verkauf) sind Begriffe aus dem -> Programmatic Advertising. Sie bezeichnen den automatisierten Einkauf und Verkauf von Werbeplätzen im Internet. Zum Einsatz kommen dabei auf Einkäuferseite eine -> Demand-Side-Plattform (DSP) und auf Verkäuferseite eine -> Sell-Side-Plattform (SSP). nach oben

 

Q

 

R

Rangreihe

Eine Rangreihe ist eine größenabhängige Reihenfolge von Werbeträgern (Angebote, Belegungseinheiten, Kombinationen) entsprechend der jeweiligen Selektionskriterien (z.B. Reichweite, TKP oder Affinität). Im AGOF Auswertungs- und Planungsprogramm TOP modular ist die Rangreihe eine von zahlreichen Auswertungsmöglichkeiten, mit der -> Leistungswerte von Medien in einer oder mehreren Zielgruppen auf der Basis eines gewählten Zeitraumes verglichen werden können. nach oben

 

Realtime Advertising

-> Programmatic Advertising nach oben

 

Realtime Bidding (RTB)

Realtime Bidding benennt den Prozess eines automatisierten Preisfindungsverfahrens in Form einer Auktion. Werbungtreibende legen ihre Zahlungsbereitschaft für eine zur Verfügung stehende Werbeeinblendung – in Kombination mit weiteren Informationen wie z. B. Nutzerdaten oder auch den Kontext – im Rahmen eines Gebots fest. In der folgenden Auktion haben sie die Möglichkeit, diese Werbeeinblendung zu ersteigern, stehen dabei allerdings im Wettbewerb mit anderen Werbetreibenden. Die Bewertung der Werbeeinblendung durch den Werbungtreibenden und die Abgabe des Gebots erfolgt in Echtzeit. nach oben

 

S

Sell-Side-Plattformen (SSP)

Sell-Side- oder auch Supply-Side-Plattformen (SSP) bilden die technologische Grundlage, um das Inventar eines Publishers für den automatisierten Anzeigenhandel im -> Programmatic Advertising zugänglich zu machen. nach oben

 

Site-centric

In der Online-Nutzungsforschung werden zwei Arten von Messungen unterschieden, site-centric und ->user-centric. Die webseitenzentrierte (engl. site-centric) Messung quantifiziert die Nutzung einer Webseite und liefert beispielsweise die Anzahl der Seitenaufrufe, die Anzahl der Besuche durch unterschiedliche Geräte bzw. Browser u. ä. Die Messung erfolgt in der Regel über Zählpixel und Cookies. Die webseitenzentrierte Methode erfasst die komplette Nutzung einer Webseite oder App, liefert allerdings keine Personen- sondern Geräte- bzw. Browser-bezogenen Daten. Bei dem von der AGOF für die technische Messung genutzten SZM-Verfahren handelt es sich um eine webseitenzentrierte Messung. nach oben

 

Smart TV

Smart TV ist die Bezeichnung für Fernsehgeräte mit Computer-Zusatzfunktionen, insbesondere Internetfähigkeiten. Smarte Fernsehgeräte haben Zusatzschnittstellen wie USB, Netzwerk, WLAN und Speicherkarten und ermöglichen das Darstellen und Abspielen von Internetseiten, Videos, Audioclips oder den Zugriff auf soziale Netzwerke. Dabei kommen je nach Hersteller unterschiedliche Betriebssysteme zu Einsatz (z.B. Samsung, LG, Apple TV, Android). Teilweise bieten diese die Möglichkeit, den Funktionsumfang des Gerätes über Apps zu erweitern. nach oben

 

Stichprobe

Eine Stichprobe (engl. Sample) ist eine Teilmenge einer -> Grundgesamtheit, sie ist also die Auswahl der untersuchten Einheiten aus der Grundgesamtheit. Man unterscheidet Zufallsstichproben (Random-Stichprobe) und die mittels systematischer Verfahren, also bewusster Auswahl generierte Stichproben. Während Auswahlverfahren, die nicht auf dem Zufall beruhen, beispielsweise bei qualitativen Studien eingesetzt werden, basiert die Reichweitenforschung in der Regel auf Zufallsstichproben. Grundprinzip der Zufallsstichprobe ist, dass jedes Untersuchungselement eine berechenbare (gleiche) Chance > 0 haben muss, in die Stichprobe einbezogen zu werden. nach oben

 

Streaming

Streaming-Technologien ermöglichen die gleichzeitige Übertragung und Wiedergabe von Audio- und Video-Inhalten über das Internet. Den Vorgang der Datenübertragung selbst nennt man Streaming (dt. strömen), und übertragene („gestreamte“) Programme werden als Livestream oder kurz Stream bezeichnet. Streaming bildet damit das Äquivalent für Broadcasting-Techniken wie Hörfunk und Fernsehen im Internet. Die Nutzung von Video Streams ist heute neben dem Fernsehen ein wichtiger und zunehmender Teil der Nutzung von Bewegtbildinhalten. nach oben

 

SZMnG – Skalierbares Zentrales Messverfahren next Generation

Das Messsystem SZMnG liefert die Grundlage der AGOF daily digital facts, die technische Messung der Nutzung aller teilnehmenden stationären und mobilen Werbeträger. Gleichzeitig ist es für die IVW die Basis für die Ausweisung von Visits und Page Impressions. Das SZMnG wird im Auftrag von AGOF und IVW durch die INFOnline GmbH betrieben und misst Seitenaufrufe auf den teilnehmenden Angeboten. Dazu muss in jede Seite des Angebotes ein Messinstrument eingebaut werden. Alle Angebote, die an AGOF Studien teilnehmen wollen, müssen sich gemäß den IVW-Richtlinien durch das SZMnG messen lassen. nach oben

 

T

TOP modular

Die Abkürzung TOP steht für Transparenz für Online-Planung. TOP modular ist das cloudbasierte Auswertungs- und Planungsprogramm, mit dem die Daten der daily digital facts ausgewertet und Mediapläne evaluiert werden können. Es ermöglicht die Analyse digitaler Werbeträger und Zielgruppen sowie eine medienadäquate Planung digitaler Kampagnen. TOP bietet alle gängigen Medialeistungswerte, ein umfangreiches Auswertungsmodul sowie ein eigenes Planungsmodul, das auch medienspezifische Funktionen wie Frequency Capping und Targeting planbar macht. nach oben

 

U

Überschneidung

Der Begriff Überschneidung sagt aus, dass Personen von einem Werbeträger oder einem Mediaplan mehrfach erreicht werden. Man unterscheidet zwischen internen Überschneidungen und externen Überschneidungen. Interne Überschneidungen liegen vor, wenn Personen von einem Werbeträger mehrfach erreicht werden, sie beispielsweise mehreren Ausgaben einer Zeitschrift gelesen haben. Von externen Überschneidungen spricht man, wenn Personen mehrfach von unterschiedlichen Werbeträgern erreicht werden. Externe Überschneidungen können im AGOF Planungsprogramm TOP modular ausgewertet werden. Dabei werden die Werte für die Nutzer der Werbeträger innerhalb des gewählten Vorfilters sowie der Zielgruppe angezeigt. nach oben

 

User-centric

In der Online-Nutzungsforschung werden zwei Arten von Messungen unterschieden, -> site-centric und user-centric. Die nutzerzentrierte (engl. user-centric) Messung basiert in der Regel auf einem Online-Panel und beobachtet die Nutzung mittels einer auf dem Endgerät des Nutzers installierten Software. Im Gegensatz zur angebotszentrierten Messung, liefern nutzerzentrierte Ansätze Informationen zu Personen und nicht zu Geräten. Neben der Internetnutzung sind dies auch Personen-bezogene Informationen wie beispielsweise soziodemografische Angaben. nach oben

V

Vermarkter

Ein Vermarkter ist ein Dienstleister, der die Werbeflächen von Internetangeboten an Werbungtreibende vermittelt. Dies erfolgt entweder durch die individuelle Vermarktung einer Webseite oder Applikation oder durch die Bündelung der Werbeflächen mehrerer Angebote. Vermarkter, die Werbeträger in der daily digital facts der AGOF messen und ausweisen lassen, werden zur Veröffentlichung der Studie in den Vermarkter-Rankings der daily digital facts aufgelistet. Die größten Vermarkter in Deutschland sind im OVK (Online-Vermarkterkreis) organisiert. nach oben

 

Viewability

Die Viewability (dt. Sichtbarkeit) ist ein wichtiges qualifizierendes Merkmal der Werbemittelauslieferung. Sie beschreibt die Sichtbarkeit eines Werbemittels im Sichtbereich des Browsers und wird als Prozentanteil der sichtbaren AdImpressions an den ausgelieferten AdImpression dargestellt. Faktoren wie das Nutzerverhalten, die Schnelligkeit der Internetverbindung und die Performance der an der Werbemittelauslieferung beteiligten Systeme beeinflussen die Sichtbarkeitsrate. In den USA haben sich die Marktpartner unter dem Dach des Media Rating Counsil’s (MRC) auf die Sichtbarkeitsdefinition 50/1 für Display- und 50/2 für Video-Werbung geeinigt. Damit gilt, dass 50% der Pixel des Werbemittels für eine beziehungsweise zwei Sekunden sichtbar sein müssen. Für den deutschen Werbemarkt ist die Fokusgruppe Digital Marketing Quality im BVDW damit befasst, einheitliche Definitionen und Standards für die Messung der Viewability zu entwickeln. nach oben

 

VuMA Touchpoints

Die VuMA Touchpoints ist die wichtigste Markt-Media-Studie für die Medien TV und Hörfunk. Sie kombiniert Mediennutzungsdaten mit detaillierten Zielgruppen- und Konsuminformationen und richtet sich an Mediaplaner in Agenturen und werbungtreibende Unternehmen. Sie wird seit mehr als 20 Jahren herausgegeben und methodisch von einem Entwicklerteam verantwortet, dass neben Medienanbietern und Vermarktern auch Vertreter der Agenturen und Werbungtreibenden umfasst. Auftraggeber sind ARD-Werbung SALES & SERVICES (AS&S), RMS und das ZDF Werbefernsehen. Partner aus dem Medienbereich sind IP Deutschland, EL CARTEL MEDIA, Sky Media und ENERGY MEDIA. nach oben

 

W

Webseite / Website

Als Website wird eine Einheit von zusammenhängenden Internetseiten bezeichnet, die unter einem gemeinsamen Domain-Namen (Fully Qualified Domain Name (FQDN)) also einer gemeinsamen Adresse zu erreichen und für die Darstellung auf Computer- und Tablet-Monitoren optimiert sind. Dabei wird als Seite bezeichnet, was durch den Browser des Nutzers angezeigt wird. Webseiten werden als Website Angebote (-> Angebot) bei der AGOF angemeldet und erhalten eine eigene Angebotskennung. nach oben

 

Weitester Nutzerkreis (WNK)

Zum Weitesten Nutzerkreis (WNK) eines Mediums gehören alle Personen, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums bzw. einer bestimmten Anzahl von Ausgaben für dieses Medium eine Kontaktchance haben, die größer als Null ist (p-Wert > 0). Für Pressemedien sind das Leser, die das Medium in den letzten 12 Erscheinungsintervallen genutzt haben, für Radio- und TV-Nutzer Hörer bzw. Seher des Senders in den letzten 2 Wochen. Für Online-Medien zählen alle Personen zum WNK, die im Ausweisungszeitraum mindestens ein Kontakt mit dem Werbeträger hatten. Zum WNK einer Kombination werden infolgedessen alle Personen gezählt, die mindestens eines der zu der Medienkombination gehörenden Medien genutzt haben. nach oben

 

Werbeträger

Werbeträger sind Medien, die Werbemittel transportieren wie beispielsweise Zeitungen, Zeitschriften, TV- und Hörfunk-Sendungen. Im Internet sind sowohl einzelne Webseiten und Apps als auch Teile davon sowie Kombinationen von Webseiten und Apps (-> Belegungseinheiten) als Werbeträger anzusehen. nach oben

 

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ZAW (Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft)

Als Dachverband der Werbewirtschaft vereint der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) alle in Deutschland zur Werbewirtschaft zählenden Gruppen in einer Organisation. Er umfasst über 40 Mitgliedsverbände, die sich in vier Bereiche gliedern: Werbungtreibende Unternehmen, Werbeagenturen, Werbung Durchführende und Werbemittelhersteller sowie Werbeberufe und Marktforschung. Er ist die Interessenvertretung der Werbewirtschaft in Deutschland und koordiniert die unterschiedlichen Auffassungen innerhalb der Branche. nach oben

 

Zeitklassenauswertung

Die Zeitklassenauswertung ist eine Auswertungsform im AGOF Planungs- und Auswertungsprogramm TOP modular. Sie stellt zu den Kontakten von Webseiten, MEWs, Apps und ihren jeweiligen Belegungseinheiten die Information zur Verfügung, wie sich diese Kontakte über definierte Zeitklassen verteilen und liefert somit zusätzliche, unterstützende Information für die Mediaplanung. Dabei geben die Zeitklassen Auskunft über den Zeitabstand vom Auslösen einer Page Impression zum Auslösen der nächsten Page Impression des Clients und damit nur über die Werbeträger-Ebene. Die ermittelten Werte stehen nicht in Zusammenhang mit Werbeeinbindungen, geben also keine Auskunft über die Viewtime oder Viewability von Werbemitteln. nach oben

 

Zeitraumauswertung

Die Zeitraumauswertung ist eine Auswertungsform im AGOF Planungs- und Auswertungsprogramm TOP modular. Sie dient zur Darstellung von Medien in individuell wählbaren Zeiträumen. Die Zeiträume werden im Kopf der Tabelle nebeneinander angezeigt. Die Zeitraumauswertung ermöglicht die Beantwortung unterschiedlichster Fragestellungen wie bspw. zur Entwicklung der Reichweite im Zeitverlauf, zu Reichweiten an unterschiedlichen Wochentagen oder zum Einfluss von Ferien, Feiertagen oder Großereignissen auf die Internetnutzung. nach oben

 

Zielgruppe

Eine Zielgruppe ist eine nach bestimmten Merkmalen definierte Personengruppe, die durch Werbemaßnahmen angesprochen werden soll. Zu unterscheiden sind die Marketingzielgruppe und die Mediazielgruppe. Die AGOF daily digital facts ermöglicht die Bildung von Mediazielgruppen mittels zahlreicher beschreibender Merkmale wie Soziodemografie, Psychografie, Nutzungsverhalten sowie Kauf und Verwendung von Produkten und Dienstleistungen. nach oben

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