Pandemie-Effekte auf das Nutzungsverhalten im Netz: Der agof Digital Report 2020

Pressemitteilung vom 11.02.2021


Pandemie-Effekte auf das Nutzungs-
verhalten im Netz:
Der agof Digital Report 2020

Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung veröffentlicht Jahresbericht mit detaillierten Analysen zu Reichweitensteigerungen und inhaltlichen Präferenzen der User im Corona-Jahr 2020


PM 20210211 Agof Digital Report 2020
(Deutsch / pdf 591.6 KB)

Frankfurt, 11. Februar 2021

Bereits zum dritten Mal publiziert die agof einen statistischen Jahresrückblick aus der Online-Perspektive mit Basisinformationen, themenspezifischen Nutzungsdaten und wissenschaftlichen Analysen digitaler Trends. In dieser Hinsicht unterscheidet sich der Digital Report 2020 nicht von seinen Vorgängern. Inhaltlich jedoch schon. Denn die Corona-Pandemie stellte nicht nur den Alltag der Menschen auf den Kopf, sie veränderte auch massiv das Nutzungsverhalten im Netz. Im Fokus stehen daher diesmal die Effekte des Virus, die anhand der Daten der agof Markt-Media-Studie daily digital facts nicht nur aufgezeigt, sondern auch differenziert untersucht werden.

Grundsätzlich ist festzustellen: Der Digitalisierungsschub, der mit der Corona-Krise einherging, machte sich auch bei der Nutzung interaktiver Medien deutlich bemerkbar. 2020 war ein Rekordjahr. Die Zahl der Internetnutzer stieg auf 60,39 Millionen (plus 860.000 im Vergleich zum Vorjahr), was bedeutet, dass nur noch 13,6% der deutschen Wohnbevölkerung ab 16 Jahren zu den Non-Onlinern zählen.
 


 

Die von der agof erhobenen und ausgewiesenen digitalen Medienangebote legten sogar um 1,39 Millionen Unique User zu und erreichten erstmals eine Nettoreichweite jenseits der 60 Millionen-Marke (exakt: 60,02 Millionen Unique User). Noch beachtlicher: Die Reichweiten für den durchschnittlichen Tag, die die Nutzungshäufigkeit abbilden, lagen 22,5 Prozent über denen des Vorjahres. De facto bedeutete das: 2020 griffen im Schnitt 39,28 Millionen User (56,9% der Bevölkerung) tagtäglich auf Websites und Apps zu, die von der agof gemessen, geprüft und ausgewiesen wurden.

Welche Themenbereiche und Usergruppen maßgeblich zum Wachstum der digitalen Medien beitrugen, wird im 34 Seiten starken Digital Report ebenso beleuchtet, wie die Auswirkungen einzelner, tagesaktueller Ereignisse. Hier drei Beispiele:

Reichweitenstärkster Tag:
am 16. März 2020 mit 50,14 Millionen Unique Usern
(Pressekonferenz der Kanzlerin zum ersten, bundesweiten Lockdown)

Themenbereich mit dem größten Wachstum:
Online-Angebote aus dem Segment „Gesundheit“ mit einem Plus von 47,6% im Monatsschnitt gegenüber 2019 und knapp vier Millionen „neuen“ Usern im Jahresverlauf

Größte Steigerung des Tages-Rekords zum Vorjahr:
Digitale Inhalte aus dem Bereich „Wissenschaft“ mit 8,37 Millionen Unique Usern am 16.03.2020 und einem Zuwachs von 119% im Vergleich zum Spitzenwert 2019

Dass Content aus den Bereichen News, Gesundheit, Wissenschaft und Wirtschaft 2020 stark nachgefragt sein würden, ist keine Überraschung. Deshalb widmet sich der agof Digital Report in diesen vier Segmenten vor allem der Hintergrund-Analyse von Zielgruppen, Strukturen und Auffälligkeiten. Zudem werden Lebensbereiche beleuchtet, die während und zwischen den Lockdown-Phasen für die Internetnutzer besondere Relevanz hatten. Online-Shopping, der neue Koch- und Back-Boom oder Reisen in angespannten Zeiten – im Digital Report 2020 finden sich z.T. bemerkenswerte Fakten zum Echo im Netz.

Abrufbar ist der Digital Report 2020 (inklusive aller Grafiken auch im PPTX-Format) ab sofort kostenfrei unter https://www.agof.de/studien/digital-report/.

 
Die agof
Als Joint Industry Committee (JIC) aus den führenden deutschen Internet-Vermarktern, Agenturen und Werbungtreibenden setzt die agof Standards und Maßstäbe für digitales Marketing. Sie sichert damit die Professionalität, die Qualität und das Wachstum des Werbemediums Internet. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Ermittlung digitaler Reichweiten und Nutzungsdaten zur Vermarktung von digitalen Angeboten. Anforderungen des sich dynamisch verändernden Marktes integriert sie aktiv in ihr Leistungsangebot und richtet ihre Weiterentwicklung nachhaltig daran aus. Dabei agiert sie stets unabhängig von Individualinteressen. Darüber hinaus engagiert sie sich für das digitale Medium in wichtigen Branchenorganisationen, vor allem für einen vertretbaren Datenschutz für Online-Marketing, und setzt sich auch auf europäischer Ebene für länderübergreifende Forschungsstandards ein.


Bei Rückfragen:
Katharina Metzger
agof Pressesprecherin
Tel.: 0151/12671388
Fax: 069/264888-320
Mail: katharina.metzger@agof.de

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