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Sag mal AGOF-fb

Sag mal AGOF…


Zehn Fragen, die uns immer wieder gestellt werden


Was genau macht die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung eigentlich?

Ganz einfach: Sie ermittelt die Nutzung des stationären und mobilen Internets in Deutschland. Anders gesagt: Für das Fernsehen gibt’s die Einschaltquoten, für das Internet die Reichweiten- und Strukturdaten der AGOF.

Wie werden die Nutzungsdaten ermittelt?

Hier wird’s kompliziert. Denn die AGOF zählt eben nicht einfach nur „Klicks“ über eine Software. Sie evaluiert über ein komplexes Methodenmodell die Menschen (in der Fachsprache „Unique User“), die auf digitale Angebote zugegriffen haben.

Handelt es sich bei den AGOF Reichweiten um reine Hochrechnungen?

Nein. Anders als z.B. in der Wahlforschung, wo anhand repräsentativer Befragungen die Meinung der Gesamtbevölkerung mathematisch ermittelt wird, liegen den AGOF Daten reale Messwerte zugrunde. Jedes Online-Angebot, das an den AGOF Studien teilnimmt, ist mit speziellen Zählpixeln versehen. Die so gewonnenen Informationen werden in weiteren Schritten mit den Ergebnissen aus Massen-Umfragen (über Online- bzw. InApp-Fragebogen und Telefoninterviews) angereichert und validiert.

Spioniert die AGOF User für Forschungszwecke aus?

Kleines ja, großes Nein. Die Zählpixel und Befragungen liefern tatsächlich Informationen über das Nutzungsverhalten jedes einzelnen Users. Im Unterschied zur NSA werden die Ergebnisse von den AGOF Systemen aber automatisch anonymisiert. Und das nicht nur, weil in Deutschland strenge Datenschutzregeln herrschen. Die AGOF interessiert sich nicht für Einzelpersonen! Sie will lediglich wissen, welche Zielgruppenmerkmale auf User XY zutreffen. Eine individuelle Zuordnung der erhoben Werte auf konkrete Personen ist technisch ausgeschlossen.

Wer nutzt die AGOF Daten?

Grundsätzlich stehen die Ergebnisse der Studie daily digital facts sowie die all ihrer Vorgängerstudien jedem zur Verfügung. Die Daten werden inzwischen täglich veröffentlicht, einen allgemeinen Überblick kann man sich anhand der monatlichen Zusammenfassungen unter www.AGOF.de verschaffen. Als Arbeitsgrundlage dienen sie Vermarktern, Mediaplanern und Werbekunden, die die Daten über ein spezielles Analyse- und Planungstool, genannt TOP, individuell auswerten können.

Wie detailliert sind die Studien der AGOF?

Genauer geht es kaum. Die AGOF ermittelt Reichweiten- und Strukturdaten bis auf die Ebene der sogenannten „Belegungseinheiten“. Darunter versteht man einzelne Bereiche einer Webseite, die ein Kunde für seine Werbung buchen kann. Und das für jeden Tag und für jeden individuell gewünschten Zeitraum, also z.B. nur an allen Tagen, an denen Bundesliga-Spiele ausgetragen wurden.

Gibt es auch Daten für einzelne Apps?

Ja. Da Apps bei der Nutzung des mobilen Internets eine enorme Rolle spielen, ermittelt die AGOF auch hier Netto-Reichweiten, Kontakte sowie soziodemografische Informationen.

Erhebt die AGOF Nutzungsdaten für einzelne Werbemittel?

Nein. Die AGOF betrachtet ausschließlich die Zugriffe auf Inhalte und liefert damit Informationen über Werbeumfelder. Klicks auf Werbemittel, genannt „Ad-Impressions“, werden nicht ermittelt.

Kann sich jedes Online-Angebot von der AGOF erheben und ausweisen lassen?

Theoretisch ja. Um an der Regelstudie daily digital facts teilzunehmen, muss ein Angebot allerdings als Werbeträger dienen, also buchbare Werbeplätze zur Verfügung stellen. Für werbefreie Angebote, z.B. von Markenartiklern oder Institutionen gibt es seit 2013 die brand facts, die zwar alle Leistungswerte der Regelstudien enthalten, deren Ergebnisse aber nur dem einzelnen Kunden und nicht der Allgemeinheit zur Verfügung stehen.

Wer kann bei der AGOF Vereinsmitglied werden?

Laut Statuten ausschließlich Vermarkter werbungführender Internetangebote, klassisch stationär und/oder mobil. Darüber hinaus können Anbieter, die ihre Websites selbst vermarkten, ebenso wie Vermarkter, für die sich eine Mitgliedschaft nicht rechnet, Lizenzen für die Studienteilnahme erwerben. Wie in jedem Verein haben Mitglieder das größte Mitspracherecht, wobei die AGOF alle methodischen Fragen im Konsens mit Mediaagenturen und Werbungtreibenden entscheidet.

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