(Deutsch) Das Multi-Methodenmodell der AGOF in neuer Form

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InApp-Befragung ersetzt nun das Mobile-Panel

In fünf anderen Beiträgen, haben wir Ihnen das Multi-Methodenmodell bereits detailliert vorgestellt. Seit Ende letzten Jahres gibt es hierbei eine Neuerung des Modells, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.

Bisher haben wir neben der OnSite- und InApp-Befragung auf zusätzliche Informationen unseres Mobile-Panels zurückgegriffen. Da mittlerweile nun ausreichend Fälle unserer Beispielfoto InsideApp-BefragungInApp-Befragungen vorliegen, deren Qualität hinreichend methodisch geprüft wurde, ermitteln wir nun genügend Fallzahlen hieraus. Aus diesem Grund wurde das ergänzende Mobile-Panel im Dezember eingestellt.

Bei der InApp-Befragung bleibt weiterhin alles wie gehabt. Analog zur OnSite-Befragung erfolgt auf allen Apps, die an der digital facts teilnehmen,  mittels Zufallsstichprobe die Ausspielung der Befragung. Während die Befragungseinladung innerhalb der App erfolgt, öffnet sich bei Teilnahme an der Befragung der Fragebogen im Standardbrowser des jeweiligen Geräts. So ist technisch die Verbindung zwischen App-Welt und Browser-Welt sichergestellt.

Hier nochmal das gesamte Multi-Methodenmodell im Überblick:

Multi-Methodenmodell im Überblick Multi-Methodenmodell

(Deutsch) Das Multi-Methodenmodell der digital facts: Teil 6

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Die digital facts & TOP

Nachdem der zählbare Datenbestand der digital facts und somit die Mediaplanungsdatei nun fertig ist, folgt die Weiterverarbeitung für die Nutzung im Rahmen des Auswertungs- und Planungsprogramms TOP.

Mit TOP vereinfacht die AGOF die Mediaplanung für digitale Werbung und ermöglicht auf Basis der digital facts Werbungtreibenden und Agenturen ihre Zielgruppe anhand von über 800 Einzelmerkmalen abzubilden. So kann nicht nur das Potenzial der Zielgruppe bestimmt werden, sondern auch wie effektiv sie durch digitale Kanäle erreicht werden.

Durch den Einsatz verschiedener Auswertungsoptionen können die Medialeistungswerte aller gemessenen digitalen Werbeträger und ihrer Belegungseinheiten miteinander verglichen werden. Diese Informationen stehen auch für die Planerstellung zur Verfügung. Dabei können Mediaagenturen und Mediaplaner Leistungswerte und Kosten sowohl für ganze Pläne als auch für einzelne Belegungen analysieren und das überschneidungsfrei.

Die Weiterverarbeitung erfolgt durch unseren Dienstleister COMsulting, der uns seit Jahren bei der Erstellung und Auswertung der digital facts unterstützt und mit dem in enger Zusammenarbeit TOP entwickelt wurde.


3 Fragen an Danny Buddenberg, Geschäftsführer COMsulting

 Hallo Herr Buddenberg, warum ist TOP für Mediaplaner so attraktiv?

Mit TOP kann der Mediaplaner sich aus dem Meer der AGOF Daten genau die Informationen herausfischen, die er für seinen Kunden benötigt. In TOP kann er die Zielgruppen des Kunden nachbilden und die Medien finden, welche diese Zielgruppen effektiv und effizient erreichen. Anschließend kann er analysieren, wie mehrere dieser Medien (Belegungseinheiten) im Zusammenspiel funktionieren. TOP ist in der Lage, die Überschneidungen zwischen den Medien zu bestimmen und daraus eine überschneidungsfreie Netto-Reichweite zu berechnen. Nur mit TOP kann der Mediaplaner herausfinden, wie viele und welche Menschen (in der AGOF Sprache: Unique User) sein Mediaplan erreicht.

Welche neuen Möglichkeiten sind mit der Umstellung auf die digital facts entstanden?

Die digital facts kann die digitale Mediennutzung eines Menschen über die Endgeräte hinweg abbilden. Dadurch kann TOP Überschneidungen in den Nutzerschaften – auch über die Gerätegrenzen hinweg – auswerten. Stellen wir uns ein Nachrichtenangebot vor, das von 20 Mio. Personen über die klassische Website am PC/Laptop und von 10 Mio. auf dem Smartphone genutzt wird. Darunter sind einige Millionen Personen, die beides nutzen. Wenn ich als Mediaplaner beide Kanäle belegen will, dann möchte ich erfahren, wie viele Personen ich maximal erreichen kann. Das Ergebnis kann irgendwo zwischen 20 Mio. und 30 Mio. liegen. TOP kann dem Mediaplaner die genaue Zahl liefern – dank der digital facts!

Was muss TOP leisten, um den digitalen Medien gerecht zu werden?

TOP hat sich in den letzten Jahren neu erfunden. Um das Desktop-Programm herum hat sich eine kleine Familie von Services und Diensten wie TOP basic, TOP planning und TOP API entwickelt. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie erfordern keine lokale Installation mehr. Damit haben wir die Grundlagen geschaffen, damit TOP schneller neue Daten empfangen, berechnen und die Ergebnisse weitergeben kann. Die Datenmenge rund um die digitalen Medien nimmt stetig zu. TOP kanalisiert diese Daten für den Kunden, bietet einfache Auswertungs- und Darstellungsmöglichkeiten und macht sie damit auch in Zukunft leicht beherrschbar.

(Deutsch) Das Multi-Methodenmodell der digital facts: Teil 3

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OnSite- / InApp-Befragung / Panel

Die OnSite-Befragung bildet ebenfalls einen wichtigen Bestandteil des Multi-Methodenmodells der digital facts, denn sie liefert einen umfassenden Pool an soziodemografischen Mustern der User. Die Fragebögen werden über den FRABO-Tag per Zufallsverfahren auf den Angeboten der AGOF ausgeliefert. Der Online-Fragebogen wird von der Interrogare GmbH weiter verarbeitet.

Bei dem Fragebogen werden sowohl soziodemografische Daten über den Nutzer, als auch Informationen über die genutzten Endgeräte (Anzahl, Wie viele Nutzer etc.) abgefragt. Hierbei werden also erstmals „persönliche“ Informationen erfasst, die den Weg vom Unique Client (einzelner Rechner) zum Unique User (einzelne Person) ermöglichen.

Für die Fragebogenauslieferung werden im Webseitenbereich Flash Layer verwendet. Die Streuung der Fragebogenauslieferung erfolgt nach einem Zufallsalgorithmus und sichert somit die Erhebung von soziodemografisch diversifizierten Mustern von Nutzungstypen. Die Ausschöpfung wird erhöht, in dem User wiederholt auf verschiedenen Webseiten, als auch zu unterschiedlichen Uhrzeiten, angesprochen werden. Um die Anzahl der Abbrüche zu reduzieren, sind die OnSite-Befragungen möglichst kurz gehalten

Die InApp-Befragung findet (analog zur OnSite-Befragung auf Webseiten) auf allen Apps statt, die an der digital facts teilnehmen. Auch hier wird mittels einer Zufallsstichprobe die Ausspielung innerhalb der Apps nach den oben beschriebenen Verfahren vorgenommen. Während die Befragungseinladung innerhalb der App erfolgt, öffnet sich bei Teilnahme an der Befragung der Fragebogen im Standardbrowser des jeweiligen Geräts. So ist technisch die Verbindung zwischen App-Welt und Browser-Welt sichergestellt.

Bis ausreichend Fälle der erst vor kurzem eingeführten InApp-Befragung vorliegen, wird weiterhin zusätzlich auf Informationen aus einem eigens von der AGOF dafür aufgebauten Mobile-Panel zurückgegriffen. Mittels eines repräsentativen Screenings werden Nutzer des mobilen Internets rekrutiert. Diese werden gebeten, sich auf einem Mobilportal zu registrieren und eine App herunterzuladen. Nach dem Download der App werden sie nach ihrer Soziodemografie und ihren Interessen befragt und Antworten via App übermittelt. Gleichzeitig erfolgt eine Messung der Nutzungsvorgänge auf dem Smartphone, was als zusätzliches Bindeglied zwischen technischer Messung und Befragung dient.


3 Fragen an Nadine Adam, Senior Consultant Research Engineering Interrogare

Liebe Frau Adam, wie wichtig ist es, dass die OnSite-Befragung bis zum Ende durchgeführt wird? Was passiert mit abgebrochenen Fragebögen?

Ein vollständig beantworteter Fragebogen ist neben der Qualität der Antworten das wichtigste Element der Datenerhebung und Grundlage der weiteren Datenmodellierung. Abgebrochene Interviews bzw. nicht vollständig ausgefüllte Interviews werden nicht weiterverarbeitet, sondern nach den Richtlinien des Datenschutzgesetztes (BDSG) vollständig gelöscht. Verbleibende Systemdaten dienen gelegentlich dazu zu verstehen, welche Fragen die typischen Abbruchfragen darstellen, um aus diesen Erkenntnissen den Fragebogen soweit zu optimieren, dass die Completionrate der Befragung nachhaltig gesteigert werden kann.

Wie lange dauert die Auswertung/Nachbereitung der Fragebögen und wie viel Neues kommt regelmäßig hinzu?

Aufgrund des hohen  Automatisierungsgrades der Datenaufbereitung können wir die Daten eines Erhebungsmonats innerhalb eines Tages zum nächsten Dienstleister weiterleiten.

Wenn ich das letzte Jahr betrachte, hatten wir ca. alle zwei Monate Änderungen an der Onsite-Befragung. Der Fragebogen wird also stetig weiterentwickelt.

Wie hat sich die OnSite-Befragung seit ihrer Einführung verändert?

Der erste Onsite-Fragebogen ist 2005 gestartet. Seitdem ist wirklich sehr viel passiert! Die AGOF ist im Bereich Onsite-Befragungen digital geworden. Wir erheben Interviews im stationären und mobilen Web sowie in Apps. Der AGOF Fragebogen passt sich dem jeweiligen Gerät optimal bzgl. Fragebogenlänge und Layout an, um dem Befragungsteilnehmer den höchstmöglichen Beantwortungscomfort zu gewährleisten und somit die Completionrate zu erhöhen. So wie sich das Internet und deren Nutzung in den letzten Jahren verändert hat, haben sich auch die Erhebungsmethoden und deren weitere Komponenten der AGOF stetig angepasst. Ein Ende der Anpassung ist nicht in Sicht – ich bin sehr gespannt wie es weiter geht…